Spielbericht Volleyball Bezirksliga 3 Frauen SG Örtzetal vs. SG Örtezal II und VfL Stade I
Die Volleyballerinnen der SG Örtzetal verloren beide Heimspiele.
Diese Mal hat es für die zweite Frauenmannschaft der SG Örtzetal geklappt: Die Spielerinnen gewannen mit 3:2 und feierten den langersehnten Erfolg über die Erste ausgiebig. in den ersten beiden Sätzen konnte SG I nicht ihr Potenzial abrufen : Schlechte Annahmen zur Stellerin Karen Schledermann und zu viele Aufgabefehler sorgten für eine 2:0 Satzführung für die SG II . Trainer Peter Feijen half seinen Frauen mit guten Tipps und sie gewannen Durchgang drei knapp mit 26:24 und Satz vier mit 25:20. Im Tie-Break hielten die 1. Frauen bis zum 7:8 noch gut mit, dann schlug Örtzetal II sechs starke Angaben und gewann den Satz zu deutlich mit 15:7.
Im zweiten Spiel gegen den VfL Stade I setzte Feijen aufgrund von Personalknappheit Jugendspielerinnen aus der dritten Frauenmannschaft ein : Femke Michaelis und Elisabeth Gusenko gaben ihr Debut. Sie spielten gut mit und boten Stade ein spannendes Spiel. Der erste Satz wurde knapp mit 23:25, der zweite Durchgang mit 17:25 verloren. Nun mussten sich die SG Spielerinnen zusammenreißen und es gelang dank einer tollen Mannschaftsleistung ein 25:17 Erfolg. Auch im vierten Satz hielt die SG gut mit, zum Satzende setzte sich Stade aber knapp mit 25:22 zum 3:1 Sieg durch.
*SG Örtetal I *: Karen Schledermann, Imke Schernikau, Jessica Block, Anna Klose, Dörte Rüter, Cathrin Michaelis, Elisabeth Gusenko, Femke Michaelis, Denise Kohrs, Britta Lenz
Nach dem Spielzug: von li nach re : Erster Schiedsrichter Jörg Bösemann (Trainer SG Örtzetal II), Femke Michaelis, Elisabeth Gusenko (verdeckt), Jessica Block, Karen Schledermann, Britta Lenz, Imke Schernikau
Das erste Spiel gegen den VG Delmenhorst-Stenum verlor die SG knapp mit 2:3. Dem Absteiger aus der Oberliga und Tabellennachbar boten die Örtzetaler jedoch einen großen Kampf. Trotz der angespannten Personaldecke mit nur sieben einsatzbereiten Männern verlor die SG den ersten Satz nur knapp mit 22:25, erkämpften sich dann jedoch Sätze zwei und drei und verloren den vierten Durchgang wiederum mit 22:25. Im Tie-Break musste die Mannschaft dem schnellen Spiel auf hohem Niveau jedoch Tribut zollen und verlor deutlicher mit 8:15 Punkten.
Im zweiten Spiel gegen den Tabellenersten Bremen 1860 II, startete Örtzetal konzentriert: Die Angriffe wurden zu Punkten verwandelt und die SG lag immer ein paar Punkte vor den Bremern. Unter großem Jubel wurde der erste Durchgang 25:22 gewonnen. In den Sätzen zwei und drei hatte sich Bremen auf den Gegner eingestellt und gewannen beide Durchgänge knapp (21:25, 22:25). Im driten Satz war die Luft bei den Örtzetalern raus: Bremens Verteidigung wehrte die SG Angriffe ab und punktete ihrerseits. Etwas zu deutlich wurde der Durchgang mit 13:25 verloren und das Spiel mit 1:3.
Foto: Angriff Jeremia Nietzke (21), Blocksicherung André Rüter (li) und Tobias Gabel (re)
SG Örtzetal: André Rüter, Jörg-Ulrich Schmidt, Benjamin Boldt, Ingo Michalis, Melvin Beckmann, Tobias Gabel, Jeremia Nietzke
Das erste Spiel gegen die SVG Lüneburg III ging zwar nur über drei Sätze, die hatten es aber über die Satzlänge in sich.
Den ersten Satz schienen die SG Frauen schon gewonnen zu haben, sie lagen 12:4 vorn. Jedoch holte Lüneburg auf und glich zum 15:15 aus. Beide Mannschaften kämpften bis zum Satzende um jeden Punkt, den die SG mit 31:29 knapp gewann.
Im zweiten Satz lagen beide Teams bis zum 8:6 für die SG noch beieinander. Die Angaben von Cathrin Michaelis sorgten für einen 12:7 Vorsprung, den die SG sich bis zum 25:16 Satzende nicht nehmen ließ.
Auch im dritten Satz war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Punkte: Über 9:8 für die SG zog Lüneburg leicht auf 14:10 davon, bis Rachel Feijen mit sechs druckvollen Angaben ihr Team auf 18:19 wieder Richtung Satzgewinn brachte. Über 24:24 hatte Örtzetal am Ende mehr Cleverness und gewann wieder mit 31:29 Punkten.
Auch das zweite Spiel gegen den VfL Stade wurde anspruchsvoll, alle vier ersten Sätze gingen jeweils eine halbe Stunde lang.
Den ersten Satz gewann Örtzetal knapp mit 25:21, den zweiten Satz verlor die SG mit 21:25. Im dritten Satz entschied am Ende die Angabenserie von Karen Schledermann mit sechs Punkten den Satzgewinn zum 25:23.
Auch in Satz vier setzte sich keine Mannschaft ab. Die SG lag leicht vorn: 12:9, 18:14, hatte jedoch Probleme bei der Ballannahme und Stade kam auf 21:22 heran. Die Unkonzentriertheit hielt bei den Örtzetalerinnen an und der VfL gewann den Satz knapp mit 25:23.
Vor dem entscheidenden Tie-Break-Satz forderte Trainer Peter Feijen seine Frauen auf, den Satz zu holen und sich mit dem Spielgewinn zu belohnen. Dank der tollen Angaben von Jessica Block zog die SG mit 10:3 Richtung Trainerwunsch. Von Stade kam wenig Gegenwehr, sodass die SG den letzten Durchgang deutlich mit 15:6 gewann.
Zwei wertvolle Punkte nahm die SG Örtzetal I aus Lüneburg mit nach Hause
Nach einer Serie von zuvor fünf verlorenen Spielen konnte die 1. Damen der SG Örtzetal beim ersten Auswärtsspiel im neuen Jahr gegen die Mannschaft SVG Lüneburg IV den Abwärtstrend stoppen. Sie gewann mit 3:2 Sätzen das Spiel gegen den Tabellenletzten.
Von Beginn an erwies sich das Spiel als hart umkämpft. Die jungen Spielerinnen in Lüneburg trumpften mit harten Sprungaufgaben und wirkungsvollen Hinterfeldangriffen auf. In den ersten beiden Sätzen waren diese Aktionen jedoch von zu vielen Fehlern durchsetzt, so dass die Örtzetalerinnen die Sätze mit 25:22 und 25:13 Punkten für sich entschieden.
Diese Überlegenheit aus dem 2. Satz konnten die Spielerinnen der SG aber leider nicht aufrecht erhalten. Die Lüneburgerinnen verringerten ihre Fehlerquote deutlich und punkteten mit ihren starken Angriffsschlägen, so dass die nächsten Sätze mit 21:25 und 19:25 an Lüneburg abgegeben werden mussten.
Erst im 5. Satz konnten die Örtzetalerinnen ihre lange Spielerfahrung nutzen und das Spiel mit 15:11 Punkten schließlich für sich entscheiden. Auch wenn die SG sich an diesem Spieltag noch nicht vom 8. Tabellenplatz verbessern konnten, sollte das Spiel positive Energie für den kommenden Heimspieltag am 28.01.24 in Wietzendorf hervorgebracht haben. Das Ziel ist dann, den Abstiegsplatz hinter sich zu lassen.
SG Örtzetal : Karen Schledermann, Imke Schernikau, Laura Klan, Jessica Block, Anna Klose, Mira Reitzig, Rachel Feijen
Volleyballer von TuS Bergen, TuS Hermannsburg und TSV Wietzendorf starten künftig als SG Örtzetal
Die nächste Volleyballsaison ist noch in weiter Ferne und
keiner kann jetzt schon abschätzen, ob sie wie gewohnt stattfinden kann.
Dennoch wurde im Nordkreis in den letzten Wochen fleißig an der Zukunft des
Volleyballsportes in der Region gestrickt.
Das Ergebnis ist der Zusammenschluss der bereits bestehenden SG Wietzendorf/Bergen mit der Volleyballsparte des TUS Hermannsburg zur SG Örtzetal. Die Idee existierte zwar bereits seit einem Jahr, konkrete Gestalt nahm sie aber erst zum Ende der letzten Saison im Januar 2020 eher zufällig an, als sich Zuspieler Jörg Schmidt und Jugendtrainer Robert Wehr bei einem Fußballturnier ihrer Söhne trafen und über die Zukunft des Volleyballsportes im Nordkreis ins Gespräch kamen. Ergebnis war zunächst, dass drei Jugendspieler des TUS Hermannsburg und der Trainer ihre Bereitschaft signalisierten, der SG Bergen/Wietzendorf bei der Beseitigung ihrer akuten Personal- und damit einhergehenden Abstiegssorgen zu helfen. Die Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern funktionierte hervorragend, so dass der drohende Abstieg noch abgewendet werden konnte. In den letzten 8 Spielen konnten 16 Punkte geholt werden, wobei man sogar den bis dato ungeschlagenen, souveränen Tabellenführer der Landesliga, an den Rand einer Niederlage brachte. „Ich denke, die anfänglich möglicherweise auf beiden Seiten bestehenden Vorbehalte einer Zusammenarbeit haben sich durch die Erfolge schnell verflüchtigt“, erzählt Peter Feijen.
Erfahrung trifft am neuen Volleyballstandort im Nordkreis auf jugendlichen Elan: Die Landesliga-Männer der bisherigen SG Bergen-Wietzendorf (links unten) bekommen die Youngsters des TuS Hermannsburg (rechts oben) als Unterbau, die Frauen der SG Bergen-Wietzendorf (rechts unten) treffen in der Bezirksklasse auf die junge Truppe des TuS Hermannsburg (links oben). Alle vier Teams firmieren künftig unter dem Namen SG Örtzetal
Direkt nach der Saison setzte man sich zusammen und entschied,
eine dauerhafte Zusammenarbeit auch organisatorisch zu etablieren. Die vielen
Nachwuchsspieler aus Hermannsburg sollten perspektivisch die Chance bekommen,
regelmäßig höherklassig Volleyball zu spielen, um sich von den Erfahrenen das
ein oder andere abgucken und selbst in höherklassigen Ligen Erfahrungen sammeln
zu können. Dabei ist von Vorteil, dass im Volleyballsport Jugendspieler
unbegrenzt in höherklassigen Mannschaften desselben Vereins eingesetzt werden
dürfen. So entschieden die Verantwortlichen der neuen SG, neben der etablierten
Landesligamannschaft der alten SG für die Jugendspieler eine zweite
Herrenmannschaft zu melden, die in der nächsten Saison in der Bezirksliga
starten wird.„Diese Entscheidung löst für mich vielleicht ein schon länger
bestehendes Problem, weil für meine guten Spieler die Perspektiven fehlten und
ich trotzdem in der Bezirksliga nicht auf sie verzichten muss.“, zeigt sich
Trainer Robert Wehr mit der Entwicklung zufrieden. Zudem bietet die neue SG
damit für interessierte Volleyballer ein breiteres Spektrum von Möglichkeiten
für eine Teilnahme am Trainings- und Spielbetrieb.
Zur Zeit lässt aber das Corona-Virus einen normalen Trainingsablauf leider noch nicht zu. Immerhin hat das Training für die zweite Herrenmannschaft der neuen SG bereits wieder begonnen, allerdings zunächst nur im Sand und unter strengen Abstands- und Hygieneregeln. „Wir Volleyballer haben aber noch Glück, da wir als kontaktlose Sportart immerhin ein mehr oder weniger volleyballtypisches Spiel durchführen können“, so Wehr.
Die neue Spielgemeinschaft umfasst aber nicht nur die Männer-, sondern auch die gesamte Frauenabteilung. Die Frauenmannschaft der bisherigen SG Bergen-Wietzendorf konnte in der vergangenen Saison nicht mehr am Punktspielbetrieb teilnehmen, da dafür ausreichend Spielerinnen fehlten. Einige Damen entschieden sich dafür, beim SV Munster zu starten. In der kommenden Saison sollte der Spielbetrieb wieder unter eigenem Namen aufgenommen werden, weiterhin mit Unterstützung aus Munster. „Der Wunsch der Männer, eine neue Spielgemeinschaft über drei Vereine zu schließen, brachte uns dann auf die Idee, dass dies auch für die Frauen eine gute Zukunftsoption darstellt“, erklärt Karen Schledermann, neue Abteilungsleiterin der SG Örtzetal. „Der TuS Hermannsburg ist einfach sehr stark in der Jugendförderung. Wenn wir jetzt zusammengehören, entscheidet sich vielleicht doch die eine oder andere Spielerin nach ein paar Jahren in der jungen Mannschaft zu uns in die 1. Damenmannschaft zu wechseln.“ Um das Zusammenwachsen zu befördern, wird es nach Lockerung der Coronaregelungen für den Volleyballbetrieb ein gemeinsames Turnier für die Spielerinnen und Spieler aus den drei Vereinen der neuen Spielgemeinschaft geben. Die Idee zu dem gemeinsamen Turnier stammt von Jörg Bösemann, seit etlichen Jahren Trainer der weiblichen Jugend beim TuS Hermannsburg. „Wir müssen den jungen Spielerinnen und Spielern erst einmal die Scheu vor unseren erfahrenen Sportlerinnen und Sportlern nehmen“, meint er lächelnd, „schließlich könnten sie vom Alter her ihre Eltern sein.“ Doch am Ende, so ergänzt er zuversichtlich, würde der gemeinsame Sport eine Brücke bilden, um die Altersunterschiede zu überwinden und aus den bestehenden beiden Gemeinschaften eine neue Gemeinschaft aufzubauen.
Alle Verantwortlichen hoffen mit der
Gründung der neuen SG Örtzetal den Volleyballsport vor Ort zukunftsfähig
aufgestellt zu haben – damit dieses Sportangebot für Jung und Alt in der Region
dauerhaft Bestand haben wird. Wer Lust hat, beim Volleyball mitzumachen, ist
herzlich eingeladen, nach der Corona Zwangspause beim Training vorbeizuschauen.